Heute ist der: 07.09.2010
 
   
      
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Genialer Erfolg dank neuestem Hörcomputer


Erlebnisbericht von Walter Brühlmann

Durch welche Gefühlswechselbäder eine Person mit Hörverlust gehen muss und welche Phasen sie generell durchläuft bis sie Hörgeräte am Ohr trägt, darüber weiss Walter Brühlmann zu berichten. Der Unternehmer und Familienvater erlebt heute die Klangwelt wieder seinen Wünschen entsprechend. Dies gelang mit dem neuesten Hörcomputer der Firma GN ReSound AG.

Während gut fünfzehn Jahren schummelte ich mich schlecht hörend durch die Welt und verbreitete Pessimismus wo immer ich auch auftauchte. Am liebsten war ich mit laut und deutlich sprechenden Menschen zusammen. Sprach dann doch jemand leise, so fühlte ich mich verunsichert und stand konsequent einem interessanten Dialog im Wege.

So vertrat ich stur die Meinung, ohne die Einwände meines Gegenübers in irgendeiner Weise anzunehmen. Dass ich nicht der beliebteste Gesprächspartner war, brauche ich an dieser Stelle wohl nicht mehr ausdrücklich zu erwähnen.

Erkennungsprozess in Raten

Endlich – im Jahre 1987 liess ich mich im Inselspital in Bern untersuchen. Dass ich den Weg nicht aus freien Stücken tat entspricht der Norm, habe ich mir sagen lassen. Es sind vielfach die Angehörigen, welche massiven Druck ausüben müssen, bis ein Hörgeschädigter sein Hörproblem angehen möchte.

So kam es, dass ich mir nach den Tests in Bern, von einem Hörgeräteakustiker unattraktive Hörgeräte anpassen liess. Ich musste erkennen, ich – Walter Brühlmann, Vater von drei Kindern, war behindert und Hilfsmittel sollten mich wieder stückweise reintegrieren!

Dies war eine schmerzhafte Erkenntnis. Heute weiss ich, das vorangegangene Unwohlsein, die Blamagen im Gespräch mit anderen Menschen, die Missverständnisse und mein „mich Zurück-ziehen“ war von viel immenserer Bedeutung, als die Hörbehinderung an sich.


 

Es ist noch nicht perfekt

Beim Akustiker angelangt begann der lange Weg des Hörgeräteanpassens. Was mich in Zukunft für klangliche und sonstige „Auf“ und „Abs“ erwarteten, dies wünsche ich niemandem!

Emotionale Wechselbäder von „hurra ich höre wieder Vögel zwitschern und Bäche rauschen“, über „toll ich verstehe ja mein Gegenüber“ – bis zu den peinlichsten Schreckensmomenten, wenn das Hörgerät beim Telefonieren pfiff. Hinzu kam, dass der katastrophale Lärm in lauter Umgebung mich ständig belastete.

Auch von einem besseren Verstehen in einem Restaurant oder auf der Strasse konnte keine Rede sein. Was für mich immer ein sehr grosses Anliegen darstellte, war das Musizieren mit Hörgeräten – leider wollte auch dies nicht funktionieren – viel zu schlecht war die Klangqualität.